Montageanleitung

 

 

 

 

Montageanleitung für das UNI 50/15 – Universal Alu Profil für flächenbündige Sockelleisten

Hinweise:

  • Diese Anleitung bezieht sich auf die Montage das Universalprofil UNI 50/15, ein Aluminium Träger Profilfür wandbündige Sockel Leisten. Die Erläuterungen in dieser Anleitung sind möglicherweise auf andere Sockel Leisten Profile nicht übertragbar.
  • Andere Anwendungen für das Universalprofil Uni 50/15 sind flächenbündige Fliesen, mauerbündiger Feinstein oder etwa wandbündige Verteilerkästen. Für diese Anwendungen erfolgt die Montagedes UNI 50/15 im Wesentlichen auf gleiche Art und Weise wie in der hierin beschriebenen Montageanleitung.
  • Das UNI 50/15 Alu Profilfür flächenbündige Sockelleistenwurde speziell für die Kleber-Montage etwickelt. Die Vorteile dieser Montageart sind der geringe Zeitaufwand sowie die hohe Montagegenauigkeit. Die UNI 50/15 Alu Leiste für bündige Sesselleisten verfügt über 3 Bohrrillen, die das Ansetzen eines Spiralbohrers erleichtern. Auf Ziegelwänden wird aber prinzipiell von der Schrauben-Montage abgeraten.

Bei Einhaltung dieser Montage-Richtlinie können Toleranzen von max +/- 1 mm Bezug auf die Höhe und Geradheit der Aluminium Trägerleistenfür bündige Sesselleistenerzielt werden.

Montage-Zeitpunkt:

Die Arbeiten an der Elektro- und Sanitärinstallation sind abgeschlossen. Mauerschlitze sind geschlossen, gespachtelt und genetzt. Bodentiefe Fenster sowie Stahl- Alu- bzw. Blindzargen sind montiert. Die Montage des Aluminium Trägerprofils für mauerbündige Sockelleisten erfolgt vor der Montage des vertikalen Kantenschutzes (Eckprofil bei Außenecken). Im Regelfall ist es die letzte Tätigkeit bevor die Putzfirma mit Ihren Arbeiten beginnt.

Erforderliche Werkzeuge:
1. Kappsäge
2. Rotationslaser
3. Alu Latten 2,5 m und kürzer
4. Wasserwage klein
5. Kartuschen Presse
6. Rollmeter / Zollstock
7. Versch. große Prüf-Winkel
Erforderliches Material
1. Kartuschen Kleber
2. Holzstützen

Außerdem hilfreich sind
3. Klebeband
4. div. Unterlegplättchen, 1- 5 mm
5. Nägel, 70 – 100 mm

Vorbereitende Maßnahmen:

  • Außenwände:  Zur Gewährleistung der Luftdichtheit wir bei Außenwänden von Ziegelbauten unbedingt das Abspachteln mit Klebespachtel empfohlen. Der Klebespachtel sollte relativ dünn aufgetragen werden. Der Bereich von Rohbetonboden bis über die Oberkante des späteren Aluminium Profils UNI 50/15 sollte sauber und Luftdicht verspachtelt werden.
  • Profilhöhe: Schaffen Sie schon im Vorfeld Klarheit darüber, an welchen Stellen Sie mauerbündige Sockelleisteneinsetzen möchten und wie hoch diese sein sollen. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Fliesenleger und Bodenleger. Höhere Sesselleisten leisten besseren Schutz vor mechanischer Beschädigung und Verschmutzung der Mauer. Bei den meisten Belagsarten empfiehlt sich eine Höhe der Sesselleisten von etwa etwa 6 cm.
Mögliche Höhen bündige Sockelleisten:
5 cm Sockelleisten: für Parkett, Laminat, Vinylboden im Wohnbereich, auch Fliesenboden
6 cm Sockelleisten: Fliesenboden im Wohnbereich und Sanitärräumen,
7 cm Sockelleisten: Fliesenboden Garage, Werkstatt, Waschküche, Abstellraum, dgl.

Mauerbündige Wandfliesen, großflächig
• Auch Fliesen oder Feinstein können mithilfe des Alu Profils UNI 50/15, flächenbündig bzw. wandbündig verbaut werden

Sockelleisten 40-80 mm, Fliesen bis ∞

 

6 Montage Schritte für das Universalprofil UNI 50/15

Das Aluminium Anputz Profil für flächenbündige Sockelleisten wird sehr schnell und einfach in nur 6 Schritten montiert:

1) Laser einstellen: Nehmen Sie Referenz an Ihrem Meterriss in der Diele oder im Stiegenhaus und messen Sie die gewünschte Sockelleistenhöhe ein, z.B. -95 cm bei einer 5 cm Sockelleiste. Verteilen Sie die eingestellte Höhe für wandbündige Sockelleistenumgehend im ganzen Stockwerk, z.B. mit Markierungen in den Türlaibungen. Aus Genauigkeitsgründen ist es ratsam, den Laser nach dem Verrücken wieder auf die Markierung einzustellen und nicht auf ein bereits geklebtesTräger Profil.

2) Messen: Messen Sie die erforderliche Profillänge. Falls vorhanden, beginnen Sie jeden Raum an den Stahlzargen sowie Blindzargen, gefolgt von den Außenecken, dann die Innenecken in umlaufender Reihenfolge. Im Regelfall ist die Zuschnitts- Länge mit minus 3 mm ausreichend genau. Bei umlaufender Montage können die Profile auch noch kürzer geschnitten werden. Etwaige Lücken werden von dem nächsten Profil an der Vorderkante wieder geschlossen.

Bei Standard Türen schließt das Anputz ProfilUNI 50/15 mit der Mauer in der Türlaibung ab; Das UNI 50/15 kann auch gerne etwas kürzer geschnitten werden, weil die spätere bündige Sockelleistehinter die Zargenverkleidung läuft und dort an irgendeiner Stelle enden wird.

Bei Stahlzargen und wandbündigenTüren läuft das Aluminium Profil im rechten Winkel gegen das Anputz Profil der bereits vorher montierten Zarge. Ein sauberer, annähernd fugenfreier Anschluss ist hier empfohlen.

3) Schneiden: Schneiden Sie die Trägerprofilemit einer Kappsäge. Es wird kein spezielles Sägeblatt benötigt. Ein herkömmliches Holzsägeblatt mit guter Schneide funktioniert sehr gut für diesen Zweck. Außenecken werden auf Gehrung, Innenecken auf 90° geschnitten.

4) Kleber Auftragen: Es wird die Verwendung eines 1K Polymerklebers auf Hybrid Basis empfohlen. Dieser zeichnet sich durch sein gutes Tack-Verhalten aus. Das ist die Eigenschaft eines nach kurzem, leichtem Andruck fest auf Oberflächen zu haften. Je nach Genauigkeit des Mauerwerks, sollte die Kanülle der Kleberkartusche relativ groß abgeschnitten werden, sodass eine Kleberraupe von mindestens 8 mm Durchmesser entsteht. Die Ungenauigkeit des Mauerwerks zu dem geraden Profil muss durch den Kleber kompensiert werden. Es empfiehlt sich das Mauerwerk vor dem Kleberauftrag zu prüfen und nötigenfalls kleine Warzen oder Buckel zu entfernen. Der Kleber soll in etwa sinuswellenförmig auf der Rückseite des UNI 50/15 aufgebracht werden. Bei Hohlstellen kann der Kleberauftrag erhöht werden oder mit Unterlagsplättchen entsprechend hinterfüttert werden.
Sinuswelliger Kleberauftrag

5) Kleben: Der Laser ist eingeschaltet und die Alu Latte sowie Holzstützen liegen bereit. Beim Verschieben des TrägerprofilsUNI 50/15 entlang der Mauer geht wertvoller Klebstoff verloren. Daher ist es wichtig, beim ersten Mauerkontakt die Position schon relativ gut zu treffen, etwa +/- 1 cm. Am besten geht dieser Montageschritt zu zweit, eine Person an jedem Profilende. Bei Mangel an Gehilfen, kann man in das Mauerwerk Nägel einschlagen, auf  die man die Unterkante des PutzprofilsUNI 50/15 beim Andrücken aufsetzt.

Ist das UNI 50/15 – Aluminium Profil für bündige Sockelleistenungefähr positioniert, darf es vorerst nur ganz leicht angedrückt werden. Ein punktuelles Andrücken ist zu vermeiden. Die Lage des Alu Profilswird umgehend mit den Stützen gegen Abrutschen nach unten gesichert. Stapelleisten von der Bauholztrocknung eignen sich mit einem Querschnitt von 2 x 2 cm hervorragend für diesen Zweck. Ca. alle 80 cm wird eine Stütze an der Unterkante des UNI 50/15 Profils für die bündige Sockelleisteangesetzt. Die Länge der Stütze soll so gewählt werden, dass sie sehr steil steht. ACHTUNG: Ein Ansetzen der Stützen an der Putznase des UNI 50/15 ist nicht ratsam, da Gefahr besteht das Profil zu verdrehen.

Anschließend wird das Anputz Profil fürmauerbündige Sockelleistenmit der Alu Latte abwechselnd oben und unten, immer fester angedrückt, bis das UNI 50/15 stellenweisen Mauerkontakt hat.

 

6) Kontrollieren & Einstellen: Folgende Prüfungen und Einstellmaßnahmen werden empfohlen:

  • Geradheit: Anhalten der Alulatte gegen die Putznase des UNI 50/15; Buckel werden durch Nachdrücken korrigiert, Holstellen durch Hinterfüttern mit Beilagplättchen
  • Höhe:mit Laser, Einstellung des UNI 50/15 mit den Holzstützen
  • Vertikale Ausrichtung: Anhalten einer kleine Wasserwage an die Vertikalseite des UNI 50/15.
  • Winkeligkeit: Je kürzer der Profilabschnitt desto wichtiger wird die Kontrolle des Winkels. Es besteht im Allgemeinen keine Notwendigkeit an einem großen rechteckigen Raum Korrekturen vorzunehmen. Umso mehr wird man in verwinkelten Situationen nachprüfen. Beispielsweise wenn ein Kamin um 10 cm aus der Wand springt um 40 cm später wieder hinein zu springen. Der Putzer wird später den Kantenschutz an den vorgegebenen Eckpunkten anbringen.
  • Profilstöße: Beim Einrichten des UNI 50/15 sollte man außerdem spezielles Augenmerk auf die Profilstöße legen. Versätze an Übergängen, Außenecken oder Innenecken sind zu vermeiden. Außenecken kann man nach dem Einrichten auch ganz einfach mit einem Klebeband zusammenspannen.

 

ACHTUNG: bei der Verwendung der UNI 50/15 in Kombination mit Fliesen oder Naturstein

bei Fliesen und Naturstein besteht das Risiko von Putzabriss aufgrund von Spannungen die über die Silikonfuge übertragen werden. Es gibt 3 zusätzliche Maßnahmen um einen möglichen Abriss zu vermeiden:
1) mit einer Dreiecksfase aus Fliesenkleber die Ober- und Unterkante des Uni 50/15 ausschmieren um die Festigkeit zu erhöhen. die Abziehkante der Uni 50/15 soll dabei aber sauber bleiben.
2) die spätere Sichtleiste aus Fliesen oder Naturstein mit einem elastischen Kleber oder Silikon montieren, Kleber nur Punktweise anbringen. an der Oberkante gegen die Uni 50/15 mit Acryl abfugen.
3) aufpassen, dass beim Legen der Bodenfliesen keine direkter Kontakt zur Uni 50/15 entsteht, etwa durch Fliesenkleber.